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VORAUSSETZUNG

Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe

DAUER

3 Jahre

ZIEL

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

(ggf. Fachhochschulreife bei vorzeitigem Verlassen des Bildungsganges) 

ANSPRECHPERSON

Frau
A. Jerczynski

a.jerczynski(at)paul-spiegel-berufskolleg.de 

DETAILS ZUM BILDUNGSGANG

Berufliches Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung

1. Ziele

Der Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife Betriebswirtschaftslehre ist ein vollzeitschulischer Bildungsgang mit dem berufsbezogenen Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung. Er führt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) und ermöglicht so die uneingeschränkte Berechtigung zum Besuch von Universitäten und Hochschulen. Weiterhin werden berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die den Einstieg in qualifizierte Berufe in Wirtschaft und Verwaltung erleichtern.

Besonderheiten: Die Schülerinnen und Schüler werden im Klassenverband unterrichtet und haben eine/n feste/n Klassenlehrer/in sowie eine/n stellverstretende/n Klassenlehrer/in, die in enger Absprache die Schülerinnen und Schüler in allen Fragen bis zum Abitur begleiten. In der 11. Klasse beginnen alle Schülerinnen und Schüler in den beruflichen Schwerpunktfächern mit dem gleichen Kenntnisstand. Die Unterrichtsorganisation ist so gestaltet, dass es keine Frei- bzw. Springstunden
während der Unterrichtszeit gibt.

2. Aufnahmevoraussetzungen

In den Bildungsgang werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die die Berechtigung zum
Besuch der gymnasialen Oberstufe besitzen.

3. Dauer des Bildungsganges

Der Besuch dauert in der Regel drei Jahre. Die Höchstverweildauer beträgt vier Jahre. Allerdings darf eine nicht bestandene Abiturprüfung einmal wiederholt werden.

4. Organisation

Die Jahrgangsstufe 11 bereitet auf die Qualifikationsphase der Jahrgangsstufen 12 und 13 vor.
Der Übergang in die Jahrgangsstufe 12 setzt eine Versetzung voraus.
Der Unterricht der Jahrgangsstufen 12 und 13 findet in Grund- und Leistungskursen statt. Die Leistungen dieser beiden Jahrgangsstufen gehen in das Abiturzeugnis ein. Durch die Wahl des ersten Leistungsfaches (Englisch oder Mathematik) bestimmt man ab Jahrgangsstufe 12/I einen weiteren Schwerpunkt der Schullaufbahn. Als zweites Leistungsfach ist Betriebswirtschaftslehre ab Jahrgangsstufe 11/I verbindlich.

Besonderheiten bei der zweiten Fremdsprache:
Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keinen fortlaufenden Pflichtunterricht in der zweiten Fremdsprache erhalten haben, müssen zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in den Jahrgangsstufen 11 bis 13 eine neu einsetzende zweite Fremdsprache mindestens in zwei- bis dreistündigen Grundkursen durchgehend belegen.
Wer in der Sekundarstufe I seine Pflichtbelegung einer zweiten Fremdsprache erfüllt hat, muss einen zwei- bis dreistündigen Grundkurs als Wahlfach belegen. In der 12. und 13. Klasse wird hier z.B. das Fach Erziehungswissenschaften angeboten.

Praktika
In der Jahrgangsstufe 11 absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Praktikum im wirtschaftlichen Bereich. Im Differenzierungskurs wird das Praktikum vorbereitet, so dass die Schülerinnen und Schüler Betriebe sowie Berufe und Studiengänge kennenlernen und durch die Praxisphase bis hin zur Berufs- und Studienwahl begleitet werden.

5. Differenzierungsbereich

Für alle Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme am zweistündigen Differenzierungskurs
verpflichtend. Folgende Qualifikationen werden vermittelt:

  • 11/I: Vorbereitung auf das Betriebspraktikum
  • 11/II: Wissenschaftliches Arbeiten
  • 12/I und 12/II: E-Commerce
  • 13/I und 13/II: Controlling / Abiturvorbereitung

6. Berechtigungen und Abschlüsse

  • Am Ende der Jahrgangsstufen 11 und 12 erwerben die Schülerinnen und Schüler bei entsprechenden Leistungen (ohne Prüfung) den schulischen Teil der
    Fachhochschulreife
  • Am Ende der Jahrgangsstufe 13 erhalten die Absolventen der Abiturprüfung die allgemeine Hochschulreife und damit die Berechtigung, an allen Universitäten und Hochschulen zu studieren

7. Abiturprüfung

Vor der Abiturprüfung wird die Zulassung zum Abitur ausgesprochen. Sie ist an bestimmte Bedingungen geknüpft, die während der Jahrgangsstufen 12 und 13 erfüllt werden müssen.

  • Das erste Abiturfach (Leistungskurs) kann sein: Englisch oder Mathematik
    (je nach Möglichkeit der Schule)
  • Das zweite Abiturfach (Leistungskurs) muss sein: Betriebswirtschaftslehre
  • Das dritte Abiturfach (Grundkurs) kann (in Abhängigkeit von der Wahl des 1. Abiturfachs) sein:
    Deutsch, Englisch, Mathematik
  • Das vierte Abiturfach wird nicht schriftlich geprüft, sondern ist verpflichtendes Fach der mündlichen Prüfung

8. Beratung

Mit Beginn des Bildungsganges werden die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten durch das Klassenlehrerteam unterstützt. Es begleitet die Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur und achtet darauf, dass alle Bedingungen für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erfüllt werden. Weiterhin haben wir ein eigenes Beratungslehrerteam, das bei individuellen Problemen hilft.

9. Didaktisch und methodische Schwerpunkte

  • Kennenlerntage in naher Umgebung ggf. mit Übernachtung
  • Berufswahlvorbereitung und -begleitung durch den Besuch verschiedener Messen und Projekttage
  • Bewerbungstraining
  • Digitalakademie der Konrad-Adenauer Stiftung (alle 2 Jahre – kostenpflichtig)
  • Ausflug „Wie sind eine Oberstufe“ (Trampolin)
  • Informationsveranstaltungen verschiedener Universitäten z.B. Duisburg/Essen
  • Mehrtägige Stufenfahrt (Jg. 12) als Studienfahrt z. B. nach Berlin
  • Einsatz von CAS-Taschenrechnern
  • Theaterbesuch zu einem abiturrelevanten Drama
  • Betriebsbesichtigungen und Exkursionen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt
  • Planspiele/Börsenseminar