Auszubildende des Berufskollegs für Gleichbehandlung

Angehende Bürokaufleute auf Tagung des „Kumpelvereins“

Einen besonderen Tag erlebten die Vollzeitauszubildenden des Paul-Spiegel-Berufskollegs als Gäste des Vereins „Mach meinen Kumpel nicht an!“ in Essen. „Gleichbehandlung und Antirassismus in Betrieb und Verwaltung“ war der Titel einer Tagung, an der die angehenden Bürokaufleute im Gewerkschaftshaus zusammen mit Betriebs- und Personalräten aus der Wirtschaft teilnahmen. So wurden die Azubis in der Eröffnung und Begrüßung der Veranstaltung vom stellvertretenden Vorsitzenden des Kumpelvereins, Bernd Vallentin, auch besonders willkommen geheißen. Dabei ging er auch auf den Namensgeber der Dorstener Schule, Paul Spiegel, ein, der sich immer für ein respektvolles Miteinander der Menschen eingesetzt hat.

Wie steht es um das zentrale Menschenrecht der Gleichheit im Arbeits- und Berufsleben? Dieser Frage ging man auf der Tagung, die u. a. vom Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales unterstützt wurde, nach. Die Grußworte sprach somit auch der Staatssekretär des Ministeriums, Dr. Wilhelm Schäffer, der zunächst über die Integrationspolitik als einen Schwerpunkt der Landesregierung berichtete.

Im Laufe des Tages nahmen die Auszubildenden an zwei Workshops teil, in denen sie betriebliche und gewerkschaftliche Maßnahmen für eine Gleichbehandlung im Arbeitsleben kennenlernten. Der erste Workshop thematisierte Betriebsvereinbarungen als ein Mittel gegen Rassismus und Diskriminierung. Die jungen Auszubildenden fanden hier schnell einen Bezug zu Lerninhalten der letzten zwei Jahre Berufsschule. Denn Themen wie Mobbing, Unternehmenskultur oder Personalbeschaffung und -entwicklung standen im Unterricht auf dem Tagesplan. Umso interessanter war es, dass auf dieser Tagung ein praktischer Bezug im Zusammenhang mit betrieblichen Möglichkeiten der Durchsetzung von Respekt und Toleranz hergestellt werden konnte.

Im zweiten Workshop drehte sich dann alles um Grenzen und Möglichkeiten von anonymisierten Bewerbungsverfahren. Dr. Ulf Rinne vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn stellte das Modellprojekt anschaulich dar. Mit diesem Instrument kann die erste Stufe des Bewerbungsverfahrens, die Entscheidung über eine Einladung, als Hürde abgebaut werden. Gerade für die kurz vor dem Abschluss stehenden angehenden Bürokaufleute ist dieses Thema Brandaktuell und regte zu reichlich Diskussionsstoff in der Runde an.

Gerade im Hinblick auf eine globale Aufstellung ist „Vielfalt ein Gewinn für jedes Unternehmen“ brachte es Ali Simsir, Arbeitnehmervertreter von der Evonik Industries AG Marl, auf den Punkt. Bei den Teilnehmenden der Tagung herrschte einheitlicher Tenor darüber, dass Achtung und Respekt vor Menschen ein hohes und schützenswertes Gut sind und es deshalb keine Toleranz und Duldung gegenüber jeglicher Form von Rassismus geben darf.

tagung bkv


Das Foto zeigt SchülerInnen der Klasse zusammen mit ihrem Klassenlehrer Gernot Fricke, der Geschäftsführerin des Vereins Dr. Klaudia Tietze und dem stellvertretenden Vorsitzenden Bernd Vallentin (Foto: Klaus Schwieca).

Neue Ausbildungsklasse startet im Februar 2013

Zzt. laufen die Vorbereitungen für die inzwischen vierte Staffel der vollzeitschulischen Berufsausbildung zum Bürokaufmann/zur Bürokauffrau am Berufskolleg. Diese startet am 04. Februar 2013 und dauert zwei Jahre. 

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Copyright 2011 BKV nimmt an der Tagung "Gleichbehandlung und Antirassismus in Betrieb und Verwaltung" teil.
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