Zweijährige Berufsfachschule Sozialassistent/-in

 

Zielsetzung

  • abgeschlossene Berufsausbildung als „Staatlich geprüfte Sozialassistentin / staatlich geprüfter Sozialassistent“
  • fachliche Qualifikation zur Betreuungskraft
  • Vertiefung der Allgemeinbildung, ggf. Fachoberschulreife

Der Arbeitsmarkt erfordert in Zukunft verstärkt Personen, die Qualifikationen im pflegerischen Bereich erworben haben. Sie wollen einen helfenden Beruf ergreifen, können sich aber noch nicht auf ein Tätigkeitsfeld wie z.B. die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen oder Menschen mit Behinderungen festlegen? Dann bietet Ihnen dieser Abschluss die berufliche Erstausbildung und beim gleichzeitigen Erwerb der Fachoberschulreife nach 2 Jahren den nahtlosen Übergang in die Ausbildungsgänge:

  • Altenpfleger/-in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
  • Heilerziehungspfleger/-in
  • Erzieher/-in

Der Bildungsgang enthält medizinisch-pflegerische, sozialpädagogische und hauswirtschaftliche Elemente und bereitet die Absolventen dementsprechend auf grundpflegerische, betreuende sowie hauswirtschaftliche Aufgaben vorrangig in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe sowie in Krankenhäusern und Kindertagesstätten vor.

 

Aufnahmevoraussetzungen

mindestens Hauptschulabschluss nach Klasse 9

 

Zur Aufnahme der Praktika erforderlich

  • Belehrung gemäß § 43 Infektionsschutzgesetz
  • Erweitertes Führungszeugnis
  • Gesundheitliche Eignung

 

Unterrichtsorganisation

  • 2 Jahre in Vollzeitform: montags bis freitags mit Anbindung an die berufliche Praxis
  • integrierte Blockpraktika (insgesamt 16 Wochen) in entsprechenden Einrichtungen (vgl. Seite 25)
  • der Unterricht erfolgt im Schwerpunkt durch Bearbeitung beruflicher Lernsituationen, die sich an den Anforderungen der Praxis bzw. Praktika orientieren
  • die Ausbildung ist förderungswürdig (Bafög)

 

Unterrichtsfächer

Im berufsbezogenen Bereich gibt es folgende Schwerpunkte:

  • Sozialpädagogik und Sozialpflege: Theorie und Praxis
  • Gesundheitsförderung: Theorie und Praxis
  • Ernährung und Hauswirtschaft und Praxis hauswirtschaftliche Versorgung
  • Mathematik und Englisch

 

BerufsübergreifenderLernbereich: Deutsch/Kommunikation, Politik / Gesellschaftslehre, Sport / Gesundheitsförderung, Religionslehre

Differenzierungsbereich mit wechselndem Angebot, z.B. Musikwerkstatt, Pflege und Aktivierung in der Praxis

 

Prüfungen und Abschlussqualifikation

  • schriftliche und gegebenenfalls mündliche Berufsabschlussprüfung für den Abschluss als staatlich geprüfte Sozialassistentin/staatlich geprüfter Sozialassistent
  • Zertifikat über die fachliche Qualifikation zur Betreuungskraft gemäß §87b Abs. 3 SGBXI
  • Vergabe eines allgemeinbildenden Abschlusses bei der Zulassung zur Prüfung nach 2 Jahren mindestens Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (Sekundarabschluss I)
  • Mittlerer Schulabschluss/Fachoberschulreife
  • bei besonderen Leistungen: Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk  (Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe)

 

Berechtigungen

Nach bestandener Prüfung sind die Schüler/innen berechtigt, die Berufsbezeichnung "staatlich geprüfte/r  Sozialassistent/-in" zu führen.

Mit dem Berufsabschluss und der Fachoberschulreife ist der Übergang in folgende Bildungsgänge möglich:

  • Fachschule für Heilerziehungspflege
  • Fachschule für Sozialpädagogik (Erzieher-Ausbildung)
  • Fachschule für Ernährung und Versorgungsmanagement
  • Fachseminar für Altenpflege und Krankenpflegeschule

Die hier erworbene Fachoberschulreife berechtigt weiter zum Besuch aller Bildungsgänge, die die Fachoberschulreife voraussetzen, z.B. Fachoberschule für Gesundheit und Soziales. Bei Abschluss mit Qualifikationsvermerk ist der Übergang in die Klasse 11 einer gymnasialen Oberstufe möglich.

 

Didaktische und methodische Schwerpunkte

  • Verknüpfung von theoretischen und praktischen Lerninhalten durch Orientierung an beruflichen Lernsituationen mit dem Ziel der Umsetzung in den Praktika
  • Bewerbungstrainings
  • betreute und auf die Lernfelder bezogene Blockpraktika
  • 1. Jahr: 9-wöchiges Praktikum in Einrichtungen der Altenhilfe in Blöcken.
  • 2. Jahr: 7-wöchiges Praktikum in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • computergestützte und webbasierte Erarbeitung von Lernsituationen und Präsentation von Arbeits- und Praktikumsergebnissen
  • Förderung des selbst gesteuerten und kooperativen Lernens – Aufbau von Selbstlernkompetenz und Teamfähigkeit
  • kontinuierliche Reflexion und Evaluation der eigenen Lernergebnisse und Lernerfahrungen
  • Angebote zur kontinuierlichen und individuellen Beratung
  • wiederholende Gesundheitsbelehrung und Erste-Hilfe-Kurs
  • Durchführung von Angeboten mit Senioren (z. B. Aktionscafé)
  • Klassenfahrten mit bildungsgangbezogenen oder mit gruppendynamischen und erlebnispädagogischen Zielen
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