Fachschule für Heilerziehungspflege

- praxisintegriert -


Zum Beruf

Heilerziehungspflege leistet die professionelle, pädagogische, pflegerische sowie gesundheitsfördernde Unterstützung von Menschen mit Behinderung. Sie vereinen in Qualifikation und Selbstverständnis (heil-)pädagogische und pflegerische Kompetenzen. Heilerziehungspflege-r/innen arbeiten in großer Eigenständigkeit in interdisziplinären Teams. Ihre Aufgaben erstrecken sich auf Angebote in allen Lebensbereichen für Menschen aller Lebensalter mit Behinderungen und/oder psychischen Erkrankungen.


Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre mit integriertem Berufspraktikum.

Pro Woche werden zwei bzw. drei Schultage absolviert, an den übrigen Wochentagen arbeiten Sie (je nach Dienstplan) in einer Einrichtung der Behindertenhilfe, so dass sich Unterricht und Praxis fortwährend aufeinander beziehen. 

Die Praxis erfolgt in anerkannten Einrichtungen der Behindertenhilfe (z.B. Werkstatt für Menschen mit Behinderung, Wohnstätte für Menschen mit Behinderung, o.ä.).

Innerhalb der drei Ausbildungsjahre erfolgen Praxisbesuche seitens der Schule, deren Inhalte von den drei Ausbildungspartnern (Praxiseinrichtung der Behindertenhilfe, Schule und Studierende) reflektiert werden, um das eigene Handeln zu hinterfragen und damit zu professionalisieren.

 

Ausbildungsinhalte

Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege, Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte: kreativmusischer Bereich, sprachlich-kommunikativer Bereich, gesundheits-bewegungsorientierter Bereich, organisatorisch-technologischer Bereich, Pflege/Gesundheit, Psychiatrie, Organisation/Recht/Verwaltung, Projektarbeit

Deutsch/ Kommunikation, Englisch, Politik, Religionslehre, (Mathematik für FHR-Absolventen).


Didaktische und methodische Schwerpunkte

  • Kennenlerntage zu Beginn der Ausbildung
  • Verschiedene Exkursionen mit Berufs- und Ausbildungsbezug
  • Kooperationen und (fächerübergreifende) Projekte mit verschiedenen Einrichtungen in der Umgebung
  • Individuelle Beratungen zum Lern- und Leistungsstand
  • Kooperation mit Praxisbetrieben zur Weiterentwicklung der Ausbildungskonzepte
  • Seminar zum Thema: Sterben, Tod und Trauer in der Heilerziehungspflege
  • ggf. PDI-Training (Prävention-Deeskalation-Intervention)


Aufnahmevoraussetzungen

1. Fachoberschulreife und eine einschlägige berufsqualifizierende Ausbildung, wie z.B.:

  • Staatlich geprüfte(r) Kinderpfleger/-in
  • Staatlich geprüfte(r) Sozialassistent/-in
  • Staatlich geprüfte(r) Heilerziehungshelfer/-in

oder

2. Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen

oder

3. Allgemeine Hochschulreife, wenn einschlägige berufliche Tätigkeiten bzw. Praktika - von mindestens 900 Stunden - nachgewiesen werden. (Einzelfallentscheidung)

oder

4. Fachoberschulreife und eine nicht einschlägige Berufsausbildung, wenn einschlägige berufliche Tätigkeiten bzw. Praktika nachgewiesen werden (Einzelfallentscheidung)

oder

5. Fachoberschulreife und eine fünfjährige einschlägige Berufstätigkeit


Bewerbungsunterlagen für die Anmeldung

  • Lebenslauf mit Lichtbild
  • Abschlusszeugnisse (s.o.)
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs (mind.8 Doppelstunden)
  • Gesundheitsbelehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (Gesundheitsamt)
  • Praktikumsvertrag in der Behindertenhilfe (20 Stunden/Woche)


Abschlüsse und Berechtigung

Die Prüfungen finden am Ende der drei Ausbildungsjahre statt.

Im fachtheoretischen Teil werden 3 fächerübergreifende Examensklausuren und gegebenenfalls eine mündliche Prüfung als Ergänzungsprüfung abgelegt. 

Im fachpraktischen Teil wird ein Kolloquium absolviert, in dem didaktisch-methodische Ansätze heilerziehungspflegerischen Handelns geprüft werden. Dafür wird ein Projekt selbstständig geplant, durchgeführt, reflektiert und theoretisch untermauert.

 Mit dem erfolgreichen Abschluss des Fachschulexamens und des Berufspraktikums ist die Berechtigung verbunden, die Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger" zu führen.

 Außerdem kann bei entsprechenden Leistungen die Fachhochschulreife erworben werden. In diesem Fall muss zusätzlich das Fach Mathematik in der Unterstufe belegt und eine 4. Klausur im Fach Deutsch / Kommunikation abgelegt werden.


Bei Fragen zu dem gewählten Bildungsgang wenden Sie sich bitte an die Bildungsgangleiterinnen Frau Marita Illerhues (Vollzeit, 2+1) und Frau Friederike Höhnerhaus (praxisintegriert).


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