Fachschule für Heilerziehungspflege

- Vollzeit-Ausbildung (2+1) -


Zum Beruf

Heilerziehungspfleger/innen leisten die professionelle pädagogische, pflegerische sowie gesundheitsfördernde Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Sie vereinen in Qualifikation und Selbstverständnis (heil-) pädagogische und pflegerische Kompetenzen.

Heilerziehungspfleger/-innen arbeiten in großer Eigenständigkeit in interdisziplinären Teams. Sie begleiten Menschen mit Behinderungen unterschiedlicher Art/ Schweregrade und jeden Alters in verschiedensten Lebensbereichen..

 

Zur Ausbildung

Als wesentliche Voraussetzung der beruflichen Handlungskompetenz sollen durch die Ausbildung, neben dem Erwerb einer fachlichen Kompetenz, Persönlichkeiten herausgebildet werden, die den Menschen mit und ohne Behinderungen vorurteilsfrei begegnen, sie in ihrer Individualität annehmen und ihre menschliche Würde achten.

 

Dauer und Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Davon sind zwei Jahre eher theoretische Ausbildung, inkl. zwei 8-wöchiger Praktika. Im dritten Jahr erfolgt das schulisch begleitete Berufspraktikum.

Die Praktika der Ausbildung erfolgen in anerkannten Einrichtungen der Behindertenhilfe (z.B. Wohnstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung, integrative/ heilpädagogische Kindertageseinrichtungen, Kinderhospize, Wohnstätten für psychisch erkrankte Menschen o.ä.). Während der Praxisphasen finden sogenannte „Praxisbesuche“ seitens der Schule statt; hierzu werden von den Studierenden Aktivitäten geplant, durchgeführt und gemeinsam mit Praxisanleitung und Lehrperson reflektiert, um die Professionalisierung des beruflichen Handelns zu fördern.


Ausbildungsinhalte

Berufsbezogener Lernbereich: Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege, vier Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte (kreativ- musischer Bereich, sprachlich- kommunikativer Bereich, organisatorisch- technologischer Bereich, gesundheits- bewegungsorientierter Bereich), Gesundheit/ Pflege, Psychiatrie, Organisation/Recht/Verwaltung, Projektarbeit

Berufsübergreifender Lernbereich: Deutsch/ Kommunikation, Englisch, Politik, Religionslehre, Mathematik (bei angestrebter Fachhochschulreife).

 

Didaktische und methodische Schwerpunkte

  • Methodentraining zu Beginn der Ausbildung
  • verschiedene Exkursionen mit Berufs- und Ausbildungsbezug
  • Kooperationen und (fächerübergreifende) Projekte mit verschiedenen Einrichtungen in der Umgebung (z.B. Inklusionsveranstaltungen, Zirkusprojekt, Modenschau für Menschen mit Behinderung)
  • Training in Prävention, Deeskalation und Intervention zur Förderung professionellen Handelns
  • Blockseminar zur Begleitung von Menschen bei Trauer, Tod und Sterben
  • Individuelle Begleitung & Beratungen zum Lern- und Leistungsstand
  • Kooperation mit Praxisbetrieben zur Weiterentwicklung der Ausbildungskonzepte

 

Aufnahmevoraussetzungen

  1. Fachoberschulreife und eine einschlägige berufsqualifizierende Ausbildung, wie z. B. staatlich geprüfte(r) Sozialassistent/-in, Kinderpfleger/-in, Heilerziehungshelfer/-in oder
  2. Fachoberschulreife, eine nicht einschlägige Berufsausbildung und zusätzlich einschlägige berufliche Tätigkeiten bzw. Praktika (Einzelfallentscheidung) oder
  3. Fachoberschulreife und eine einschlägige Berufstätigkeit im Umfang von fünf Jahren oder
  4. Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen oder
  5. „fachfremde“ Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife, beides mit einschlägigen beruflichen Tätigkeiten bzw. Praktika (Einzelfallentscheidung)


Bewerbungsunterlagen für die Anmeldung

  • Lebenslauf mit Lichtbild
  • Abschlusszeugnisse (s.o.)
  • gg. detaillierte Bescheinigung über Art und Umfang einschlägiger beruflicher Praktika/Tätigkeiten

Nach erfolgter Zusage außerdem:
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs (mind.8 Doppelstunden)

 

Abschlüsse und Berechtigungen

Das Fachschulexamen gliedert sich in zwei Teile.

  • Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres steht das Fachschulexamen, welches aus drei fächerübergreifenden Klausuren und ggf. mündlichen Ergänzungsprüfungen besteht. Das Bestehen des Fachschulexamens ist die Voraussetzung zum Beginn des Berufspraktikums.
  • Am Ende des dritten Ausbildungsjahres (Berufspraktikum) wird ein Kolloquium absolviert, welches in Verbindung mit einer eigenständigen Projektarbeit in der beruflichen Praxis steht. Mit dem erfolgreichen Abschluss ist die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ verbunden. 

Bei entsprechenden Leistungen in der Ausbildung kann zudem die Fachhochschulreife erworben werden. Hierzu muss in der Unterstufe das Fach Mathematik zusätzlich belegt und am Ende des zweiten Jahres eine zusätzliche Klausur im Fach Deutsch/ Kommunikation geschrieben werde.


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